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07.07.2009 Motorradtour in den Cevennen und nördliches ArdechetalGeschrieben von Alfred Vorbeck in UrlaubKommentare (0) | Trackbacks (0)
Nördliches Ardeche/Eyrieuxtal- Les Olliers Anduze und die Cevennen Ein Bericht für die, die noch dieses Jahr vielleicht im September-fahren möchten
Das Vale des Eyrieux Aus meiner Heimatstadt Velbert bis in das Tal des Eyrieux sind es ca. 830 km. Mit zwei Motorrädern, einer xj 900 Diversion und einer Fazer 600 wegen der französischen Autobahngebühr und dem Verbrauch an Sprit zogen wir es vor, die Maschinen auf den Trailer zu laden. Wer in die Region Ardeche fährt, ist gut dran, wenn er Niederländisch als Fremdsprache spricht. Ja- richtig - hier sprechen die Franzosen als Fremdsprache eher Niederländisch als Englisch. Ich war selbst darüber erstaunt, mein Basisdiplom der niederländischen Sprache ausgerechnet in Frankreich nutzen zu können. Wichtig scheint mir auch, dass es keinerlei Deutschenfeindlichkeit gibt. Im Gegenteil- ich bin immer ausgesucht freundlich behandelt worden. In diesem Jahr konnte ich auf verschiedenen Plätzen sogar feststellen, dass auch Deutsch gesprochen wurde. Das verwendete Kartenmaterial ist -wie für Frankreich immer zu empfehlen- von Michelin. In diesem Fall die Ausgaben Nr. 331 local und 339 local im Maßstab 1:150.000. Diese Karten waren die Grundlage meiner Routenplanung mit dem Navigationsgerät von TomTom - dem Rider 2. Beginnen wir mit der nördlichen Region Arde`che: Mein erster Besuch liegt gut 30 Jahre zurück und galt damals dem Gorges de l`Arde`che - mit einer Suzuki GS 400. Heute weiß ich, dass die schönen Touren bereits deutlich weiter nördlich bei Tournon beginnen. So war 2008 unter anderem Lamastre am Fuß der Monts du Vivarais mein Ziel. Dieses Mal war es das Vale des Eyrieux/ Les Olliers. Hier gibt es bereits schöne Campingplätze mit Mobilhomevermietung zu günstigen Preisen. Ich kann versprechen, dass sich eine herrliche Motorradfahrerlandschaft mit unzähligen kleinen Straßen eröffnet, die Berge, Seen und Flussläufe präsentiert, die ihresgleichen sucht. Allerdings sind die Temperaturen im Juni bei einer Fahrt ab Lamastre oder les Olliers in die Berge immer deutlich niedriger, als am 80 km weiter südlich gelegenen Fluss Ardeche. Während man dort schwimmen kann, ist in den Bergen die dicke Jacke oft noch angesagt. Vorsicht auch mit der Zeitplanung, wenn gerade ein Radrennen läuft-unsere französischen Nachbarn sind so radsportbegeistert, dass selbst Hauptverkehrsstraßen bei solchen Rennen für Stunden gesperrt werden. Und zwar auch dann, wenn es nicht die Tour de France ist. Da geht es entlang und hier könnte es auch hin gehen- es sind von les Olliers ca. 80 km bis zum Bogen. Der berühmte Bogen auch hier ist es schön......und nicht leicht zu finden. Wer will, orientiert sich an Ruoms/Ardeche und sucht von dort aus die kleine Ortschaft Beaune. Dort findet sich dieses kleine paradisische Fleckchen. Allerdings wage ich nicht zu sagen, wie es hier in der Hochsaison aussieht.....
Zur allgemeinen Orientierung für den Interessierten: In les Olliers gibt es gleich mehrere schöne Campingplätze, die im Juni erstklassige Mobilhomes oder Chalets zu Preisen um die 200,- € je Woche incl. bis zu 4 Personen anbieten. Von wegen, Frankreich ist teuer. Mir gefiel am Besten dieser Platz -klick-: (http://www.campings-franceloc.fr/camping-plantas-EN.html) Mehr Komfort geht nicht- zwei Schlafzimmer, Küche, Dusche/WC getrennt, Microwelle usw. usw. Zunächst einige Impressionen der schönsten Touren....wer den Tourenvorschlägen folgt, wird mit eigenen Augen diese Landschaften sehen. Blick auf das Vale des Eyrieux, wo auch der Campingplatz Domain des Plantas zu finden ist. Weil die beste aller Ehefrauen auf ihrer Yamaha Fazer mit mir und meiner 900er Diversion in dieser schönen Gegend und in den Cevennen 3000 km (ohne An- und Rückfahrt) zurückgelegt hat, kamen natürlich einige 100 Fotos zusammen. Treuer und fast immer zuverlässiger Begleiter war das Navi - das TT Rider 2. Das machte die Touren doch deutlich entspannter und ermöglichte (natürlich immer zusammen mit der Generalkarte von Michelin) eine präzise und vor allem zeit- und kilometermässig überschaubare Tourplanung. So kamen wir manchmal auf nur 80 km- oder auch mal auf 240 km je Tour- aber immer auf Fahrzeiten zwischen 6 und 8 Stunden. Wobei in der Regel Badeaufenthalte an Flüssen oder Seen nicht fehlten. "Fertig" und zufrieden waren wir jedenfalls an allen Tagen. Auf der Tour zum Ray Pic, besser gesagt nach dem Ray Pic Wasserfall. Der Ort müsste Burzet heißen und an der D 215 liegen.
Wir haben ihn zusätzlich in die hier vorgestellte Tour aufgenommen. Wer hin möchte, muss also die Tour erweitern. hier werde ich schnellstmöglich noch einige weitere Touren anbieten- die jeder für sich zu den genannten Zielen individuell und nach Bedarf nachvollziehen kann. Ich bin ziemlich extrem und ziehe in der Regel Routen auf abgelegenen Winzsträßchen vor, die man mit einem Sportmotorrad besser nicht fährt. Das ist der Issarles See (Le Lac de Issarles), ein natürliches Gewässer an der D 16 in der Nähe von Beage. Eine herrliche Tour in die Berge- mit Baden in dem hier gezeigten See. Ich möchte hier nur drei Tourenvorschläge in dieser Region machen, die jeweils ein bestimmtes Ziel hatten, dass mit Hilfe der Michelin local Nr. 331 auf Straßen kleiner- und allerkleinster (aber immer geteert) Kategorie den Tourmittelpunkt darstellte. Ziel und Tour Nr. 1 - Kennenlern/ - oder Hausroute ab Startort le Olliers (19 km nördlich von Privas) auf der D2 nach St. Sauveur, von St. Sauveur aus erschließen westlich gleich 5 verschiedene Straßen (u.a. D211, D261, D 102) die märchenhaft schöne Region um St. Pierreville. Le Cheylard im Norden und Mecilhac im Westen (D 578) begrenzen diese Landschaft. Es sind ausschließlich anspruchsvolle Bergstraßen, Passstrecken und sich an den kleinen Flüssen entlang schlängelnde Sträßchen, die mehr als 30 km/h im Schnitt nicht zulassen. Einsamkeit und so gut wie kein Verkehr sind in der Vor- und Nachsaison garantiert. Die Planung eines Rundkurses sollte hier ca. 100 km nicht übersteigen- es wäre schade, wenn man unter Zeitdruck die tolle Landschaft nicht genießen könnte, gefährlich dazu, weil Split und Bitumen neben oft völlig ungesicherten Abgründen riskante Fahrmanöver verbieten. Meine eigene Maschine- die Yamaha XJ 900 Diversion- verlangt hier höchste Aufmerksamkeit. Die kleine 600er Fazer macht es da leichter. Deshalb ist dieser Teil der Vorschläge für Sportmaschinen weniger geeignet. Ein Wort zu Navigationsgeräten: Hier fand mein Rider 2 an einigen Stellen seine Grenzen. In einigen (wenigen) Fällen gaukelte er Straßen vor, wo Rindviecher auf der Weide standen oder führte mich 20 km über Stock und Stein ins Nirwana- nur, um mich auf einem einsamen Bauernhof wieder zur Umkehr zu zwingen. Dazu betone ich ausdrücklich, die Planung nur am Gerät gemacht zu haben und das Navi nebst seiner Macken auch sehr genau zu kennen. Da half zuverlässig wie immer nur noch die Michelin- Karte weiter. Sie gehört bei jeder Tour einfach dazu. Unter dem Strich ist aber die Stimme im Ohr und der gelegentliche Blick auf das Display dazu geeignet, entspannter zu fahren als nur nach Karte zu reisen. Tour Nr. 2 ist die Rundstrecke zum Issarles See. Der See liegt westlich der kleinen Stadt le Beage/D 122-D 16. Man kann neben den kleinen Straßen (die D 102 über Mercols les Eaux, Mecilhac und D 122 Saint Eulalie) auch die sehr gut ausgebaute Strecke über die D120, Le Cheylard und St. Martin de Valamas, dann auf die D 237 und D 116 bis Saint Eulalie benutzen. Auf dieser Strecke sind auch Fahrer mit Sportmotorräder gut aufgehoben und -vor allem- in der alpenähnlichen Region um den Gerbier de Jonc bestens unterwegs. Auch im Juni wechseln sich hier noch prächtig blühender Ginster mit Blumenwiesen in allen Farben ab, von dem tollen Bergpanorama des Gerbier ganz zu schweigen. Der Issarlessee schließlich ist -wie auf dem Bild zu sehen- auch schon im Juni ein Ziel, dass die nicht ganz so Empfindlichen zum Baden einlädt und mit einem natürlichen Sandstrand sowie glasklarem Wasser aufwartet. Tour Nr. 3 könnte in die nördliche Richtung mit dem Ziel Lamastre führen. Dazu fährt man zunächst östlich über die D 120 bis zum Abzweig D 231, benutzt diese in nördlicher Richtung bis ca. Vernaux und folgt von dort der D 2 bis Lamastre. Der nette Ort lädt zu einem Zwischenstopp ein. Wer will kann nun weiter über die D 236 bis zum bekannten Bergdorf Lalouvesc fahren und Bergluft genießen. Die Strecke ist genial und führt bis in Höhen jenseits der 1000m. Bei klarem Wetter sind von dort aus die schneebedeckten Alpenkämme zu sehen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt- auf dieser Höhe kann es deutlich kälter werden, als zuvor am Abfahrtsort. Da ich Vielfahrer bin, habe ich für die Rückfahrt den Kurs von Lalouvesc über die D 532 (Col du Rouvey) St. Bonnet, dann die D9 über Devesset (dort gibt es den Lac Devesset - für die Harten zum Baden ) und Saint Agreve- le Cheylard zurück gewählt. So können schnell 200 km zusammen kommen, die es in sich haben. Nun möchte ich mich dem weiter südlich gelegenen Teil meiner insgesamt drei Wochen dauernden Reise - den Cevennen - zuwenden. Planungsgrundlage: Michelin local 339 Es gibt dort zwei Orte, die sich gleichermaßen als Standort für schöne Touren eignen. Da ist einerseits Anduze und andererseits St. Rome du Tarn/nahe Millau zu nennen. Anduze war diesen mal mein jeweiliger Startort. Man erreicht ihn über die Route du Soleil, Abfahrt Bollene in Fahrtrichtung Ales über Pont St. Esprit und Bagnols. Anduze hat sich als liebenswertes Städtchen mit südfranzösischem Flair in für diese Region zentraler Lage herausgestellt. Von hier lässt sich jeden Tag im 360 grad Kreis eine neue Tour planen, die sowohl zu Mittelmeerstränden (ca. 90 km) attraktiven Städten am Meer (Aques Mortes, le Grau du Roi usw.) historischen Monumenten (u.a. Pont du Gard) aber insbesondere in die Cevennen mit ihren zahlreichen Flusstälern ( Vale... oder Georges...genannt) und Passstraßen führt. Wie zuvor schon im nördlichen Ardeche Tal plante ich meine Rundkurse immer so, dass meist ein Ziel- oder Zwischenstopp eine Badeoption enthielt. Allerdings waren hier im Juni die Temperaturen der Seen und Flüsse im Juni (Ausnahmen bestätigen die Regel - der Tarn und der Vis z.B.) deutlich badefreundlicher als im nördlichen Ardeche. Straßen und Sträßchen aller Güteklassen gibt es hier- wie sagt man so schön----da kannst du dich schwindelig fahren. Da ich hier fast so zu Hause bin, wie auf Korsika, schlage ich nur ausgesuchte Campingplätze mit Mobilheimen vor und werde auch nur drei Touren -die aber ungewöhnlich und weniger bekannt- vor. Man möge mir verzeihen, dass mein einer Familie gehörender Platz nicht dabei ist, denn er soll seine Besonderheit behalten. Die Plätze Castell Rose (http://www.castelrose.com/) und Le Arche (http://www.camping-arche.fr/de/index.htm) bieten jeweils direkte Lage am Gardon mit seinem klaren, badewannenwarmen Wasser. Sie verfügen bei unterschiedlichem Preisniveau über gut ausgestattete Mobilheime und Chateaus für 4- 6 Personen zu Preisen um komplett 250- bis 300 € die Woche, wohlgemerkt für alle Personen - im Monat Juni. Georges du Tarn/einer von vielen geradezu märchenhaften Ansichten Wenn jemand meinen Spuren folgen sollte.....der Gorges du Tarn (die Tarnschlucht) ist nur einer von vielen großen und kleinen ebenso schönen und "erfahrbaren" Canyons. Auch die Chausses haben es mir mit ihren teilweise bis zum Horizont reichenden kargen Wiesen und Feldern angetan. Noch nie habe ich eine solche Pracht an Mohn- und Kornblumen gesehen, wie dort oben. So kommt auch die Nase dazu, einen Duft einzuatmen, den es bei uns nicht mehr gibt. Das bekommt man in der Blechdose nicht geboten. Blumen auf den Chausses Nun zu den versprochenen drei Tourvorschlägen. Ich unterstelle einfach, dass interessierte Motorradfahrer ohne meine Hilfe den Georges du Tarn finden und davon anderswo gelesen haben. Gesagt sein muss nur, dass eine Kombination der Corniche des Cevennes (D 9) der Tarnschlucht selbst (D 996) mit dem Georges Jonte (ab Meyreus D 986) für alle Motorräder in der Vorsaison geeignet ist und einen nachhaltigen Eindruck vermittelt. Fährt man den Kurs ab Anduze bis Florac, Tarnschlucht, dann über Vallerauge bis Ganges, Hippolyte zurück nach Anduze, warten auch 240 km anspruchsvolles Kurvengeschlängel und bei höheren Temperaturen bitumenreiche Überraschungen, auf die ich gerne verzichten könnte. Ziel der Tour Nr. 1 ist der Lac de Villefort- für unentwegte ist die Tour auf über 200 km ausbaubar. Er liegt nördlich von Anduze und ist über Ales zu erreichen. Ales ist eine Großstadt mit Bergbauvergangenheit und in meinen Augen fürs Motorrad wenig attraktiv. Man läßt sie am Besten gleich hinter sich- wenn die Räder noch an ihrem Platz sind. Die Schwellen quer zur Fahrbahn, die dort zur Geschwindigkeitsreduzierung alle paar Meter folgen, sind Vergewaltigung für Mann/Frau und Maschine. Andererseits gibt es nirgendwo so schön gestaltete Kreisverkehre mit Motiven der Region wie in Ales. Von Ales geht es entweder über La Grand Combe (N 106) oder sofort auf die D 906, die in einem wahren Kurvenrausch bis Villefort durchgeht. Verschwiegene Badestelle am Lac de Villefort,
Vorsicht kalt Die Tour kann nun bis zum Belvedere du Cassezac fortgesetzt werden. Rechts der D 906 liegt auf der Höhe ein altes Chateau nebst mittelalterlichem Dorf. Einen Besuch und das Benutzen der Füsse rate ich allein deshalb an, weil der Blick von dem Burgturm unbeschreiblich ist, abgesehen von dem toll restaurierten Dorf. Für den Rückweg gibt es etwas für die Liebhaber und Genießer - nämlich eine Strecke von Villefort nach Pied de Borne - die D 51. Ab Pied de Borne gehts über die D 113 bis kurz vor Les Vans, immer an der Chassezac und ihren Stauseen entlang. Man kann dann von Les Vans über Abroix ( D 901, D 104/904 ) nach Ales den Gashahn zur Entspannung etwas weiter drehen - diese Straßen sind in der Vorsaison weniger befahrene, gut ausgebaute Hauptverkehrsachsen. Zu sagen ist hier noch, dass die Region um Genolhac (zwischen D 906 und D 104/904) unglaublich viele kleine sehr schöne Straßen bietet, die man nur langsam fahrend genießen kann. Ziel der Tour N2. 2 ist der Cirque de Navacelles durch den Georges de la Vis. Er führt unmittelbar von Anduze über die D 57 nach St. Hippolyte, von dort geradeaus nach Ganges. Gut ausgebaut und fantastisch kurvenreich führt dann die D 25 durch den Georges de la Vis, der mit einigen Wasserfällen zum Anhalten einlädt. Bald geht es bergauf bis sich dieser Ausblick bietet: Da geht es hinunter- es wartet ein wunderschöner Wasserfall. Zu sehen ist die trocken gefallene Flussschleife, weil sich das Wasser einen neuen Weg gesucht hat. Wer den Weg nach unten findet, der sich in herrlichen Serpentinen immer nach unten an der Wand entlang bis zum Wasserfall windet, wird -Kletterfähigkeiten vorausgesetzt- auch diese Stelle finden. Das Wasser ist allerdings so kalt, dass andauernde Schwimmbewegungen sein müssen um dem Tod durch Erfrieren zu entgehen. Dafür bleibt man 10 Jahre länger frisch. Der Weg hier her ist nur möglich, wenn der Fluss weniger Wasser führt. Sonst tost hier ein natürlicher Wasserfall von rechts (hier nicht erfasst) herunter. Vom Wasserfall aus wenden wir uns wieder nach oben, Richtung Blandas D 713/D 113. Anspruchsvolle und enge Kurven führen aufwärts - dabei will die Diversion beherrscht sein, denn sie möchte bei sich zu ziehenden Rechtskurven und Schrittgeschwindigkeit immer auf die Gegenfahrbahn, und die bringt gelegentlich Gegenverkehr. Deshalb rate ich, an zwei Aussichtspunkten stehen zu bleiben, um sich den Wasserfall von oben anzuschauen ----und sich ansonsten auf das Fahren zu konzentrieren. Ab Blandas kann man sich für die Fortsetzung der Tour durch den Nationalpark des Cevennes über Le Vigan (D 48) und D 986 Valerauge entscheiden. Meine Wahl war dieses Mal der beschwerliche aber schöne Weg von Le Vigan über die D 999 bis Abzweig Sumene und die D 153 bis Lasalle. Hier ist ein Durchschnitt von max 25 km/h angesagt - mehr ist gefährlich und kann mit dem Tode bestraft werden. Wer hier liegen bleibt, wird lange nicht gefunden. Von Lasalle aus sind wir an der Salendrique auf der D 57 entlang fahrend schnell wieder in Anduze. Besonders schön ist auch die Strecke von Lasalle aus über Vabres (D 258). Sie führt parallel zur D 57 über die Berge zurück. Ziel der Tour Nr. 3 ist schließlich das Tal des Herault (Georges de Herault) und die Pont du Diable (Teufelsbrücke). Der erste Teil der Strecke führt wieder bis Ganges- dieses Mal allerdings zunächst ab Anduze über Monoblet und die D 133 bis St. Hippolyte, dann wie zuvor bis Ganges. Ab Ganges habe ich die eingetretenen Touristenpfade verlassen und bin über Brissac nach St. Andre de Bueges gefahren, um auf einer an sich als kaum befahrbar bezeichneten Piste ab St. Jean de Bueges (D 122) über Arboras St Jean de Fos anzusteuern. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Teufelsbrücke, von deren Seite wagemutige Jugendliche in die Fluten des Heraults springen. Hier staut sich der Fluss hinter der Brücke zu einem mittelprächtigen aber schönen See, der zum Baden einlädt. Mit vielen begeisterten Mitschwimmern ist aber auch schon Anfang Juni zu rechnen. Den Rückweg kann man nun am Herault entlang bis Ganges antreten. Die Klosterstadt St. Guilheim lockt den normalen Touri nach wenigen Kilometern zum Besuch - mich bei dem Andrang aber nicht. Wer gerne eine der zahlreichen Höhlen besichtigen möchte, kann ebenfalls zu Beginn des Rückweges in die Grotte de Clamouse hinabsteigen. Sie ist sicher sehenswert. Mich reizt das weniger, weil ich die größten Höhlen dieser Erde mit wenigen Ausnahmen gesehen habe- dann sind irgendwann alle gleich. Jedenfalls gestaltet sich die Rückfahrt durch den Georges Herault, den man hin- und wieder in der Tiefe sieht, recht schön. Vor mir liegt nun noch eine Tour in Deutschland /Altmühltal und im September ein Tripp nach Korsika. Reiseberichte dazu sind geplant- aber im Falle Korsika auch schon hier zu lesen, weil ich dort nahezu zu Hause bin.
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